Hauß: 9⁄11 ist für mich eine Kriegsanlasslüge
Andreas Hauß lebt in Holzhausen bei Freiburg und kann wohl zu den einflussreichsten Köpfen der „9⁄11″-Wahrheitsbewegung in Deutschland gezählt werden. Damit gemeint sind diejenigen, die der offiziell verlautbarten Darstellung zu den Ereignissen vom 11. September 2001 wegen der darin enthaltenen Widersprüche und offenen Fragen misstrauen. Der 53-jährige Historiker hat sich eingehend mit der Thematik befasst und im Jahr 2003 gemeinsam mit Mathias Bröckers das Buch „Fakten, Fälschungen und die unterdrückten Beweise des 11.9.“ im Verlag Zweitausendeins veröffentlicht. Außerdem publiziert Hauß seine Recherche-Ergebnisse auch im Internet unter www.medienanalyse-international.de. Domino-FR hat mit Hauß über seine Arbeit und seine Sicht zu „9⁄11“ gesprochen.
Domino-FR: Wann sind bei Ihnen die ersten Zweifel im Hinblick auf die tatsächlichen Vorgänge am 11. September und bezüglich der politischen Hintergründe aufgetaucht?
Andreas Hauß: Ehrlich gesagt schon sehr bald danach. Als zum Beispiel von dem Pass eines der vermeintlichen Flugzeugentführer berichtet wurde, der angeblich unmittelbar nach den Anschlägen per Zufall auf dem Schutthaufen des WTC gefunden worden sein soll, oder als die Nachrichten von den Flughandbüchern auf Arabisch verbreitet wurden, die im zufällig fehlgeleiteten Gepäck vom Oberentführer Mohammed Atta steckten, da war mir klar: Hier stimmt so einiges nicht! Hinzu kam, dass ich mich insbesondere seit der Bombardierung Jugoslawiens durch die Nato im Jahr 1999 sehr intensiv mit den Themen Propaganda und Kriegsanlasslügen auseinandergesetzt habe. Als Historiker ist man immer schon mit den Widersprüchen und blanken Lügen der Verbrecher und Kriegsverbrecher konfrontiert. Deshalb war zwar der Jugoslawienkrieg nicht etwas Neues in Bezug auf „Hufeisenplan“, „Fötengrill“, Rambouillet und so weiter, aber das erste Mal seit ‚45, dass derartige zynische Kriegspropaganda wieder einmal in Deutschland genutzt wurde, weil der erste Krieg nach ‚45 begonnen wurde. Ich war also sensibilisiert.
Domino-FR: Seit acht Jahren behaupten Sie nun schon, dass der 11. September 2001 anders abgelaufen ist, als die US-Regierung behauptet und als die etablierten Massenmedien auch bei uns es verbreitet haben und weiter verbreiten. Was wollen Sie durch dieses Beharren und Ihr Engagement eigentlich erreichen?
Hauß: Ich will, dass die wahren Drahtzieher und Mörder vom 11. September 2009 endlich ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden. Schließlich haben wir es mit einem schweren Verbrechen mit tausenden von Toten zu tun. Da ist für mich keine Spielerei. Mir geht es auch nicht um wilde Spekulationen. Natürlich will ich auch, dass der Afghanistan-Krieg, der ja auf dem Lügengebäude rund um den 11. September beruht, endlich beendet wird. Meines Erachtens handelt es ich nämlich bei „9⁄11“ um nichts anderes als um eine weitere Kriegsanlasslüge, wie die Geschichte sie in zahlreichen Fällen kennt. Ich habe solche Lügen auf meiner Gleiwitz-Seite online dokumentiert.
Domino-FR: Was sind denn in Ihren Augen die schlagendsten Argumente dafür, dass die offizielle Darstellung zu „9⁄11“ nicht der Wahrheit entspricht?
Hauß: Erstens, dass praktisch keinerlei Luftabwehrmaßnahmen stattgefunden haben. Wer sich mit dem Zeitablauf der Flugzeug-Entführungen von „9⁄11“ befasst und wer weiß, dass auch entführte Flugzeuge nicht einfach vom Radar verschwinden – es verschwand nur das Transponder-Signal –, und wer sich zugleich auch nur ein wenig mit den Standardvorgehensweisen der US-amerikanischen Luftverteidung auskennt, der kann die offizielle Darstellung nicht schlucken. Denn eigentlich hätten Abfangjäger in Aktion treten müssen, Zeit war genügend. Wenn nun manche sagen, es habe sich eben um einen Fall von Pleiten, Pech und Pannen gehandelt, dann muss man sich vor Augen führen, wie absolut unwahrscheinlich dies ist, und dass für die vermeintlichen Pleiten und die angeblichen Pannen niemand zur Verantwortung gezogen wurde. Ohne massives menschliches Versagen in gleich zahlreichen Fällen wäre das Ausbleiben der Luftabwehr im militärisch schlagkräftigsten Land der Erde nämlich nicht zu erklären. Die einzige Alternative wäre dann eben, dass eine Absicht dahinter stand.
Zeitens, dass die Identität der vermeintlichen 19 Flugzeug-Entführer bis heute nicht zweifelsfrei geklärt ist. Es gibt keinerlei öffentlich zugänglichen Beweise, dass die uns präsentierten 19 Männer überhaupt in den Flugzeugen waren – keine Original-Passagierlisten, keine Video-Aufzeichnungen, keine Gen-Test, nichts. Dabei müssten die Ermittlungsbehörden in den USA ja alle Mittel haben, um diese Beweise zu erbringen.
Drittens schließlich, dass Rumsfeld, Bush junior und andere Verantwortungsträger der US-Regierung völlig irrational gehandelt haben, wenn „9⁄11“ wirklich das war, als was es heute dargestellt wird. Rumsfeld, der damalige US-Verteidigungsminister, fährt, auch nachdem das zweite Flugzeug ins WTC gerast ist, mit einem Arbeitsfrühstück fort. US-Präsident Bush macht bei seinem Schulbesuch einfach weiter – während das ganze Land, ja die ganze Welt weiß, dass fürchterliche Gewalttaten im Gange sind. Auch das habe ich ausführlich dokumentiert.
Daneben gibt es noch sehr viele weitere Argumente dafür, dass die offizielle Erklärung keinesfalls stimmen kann. Zu viele Fragen sind noch immer offen, zu viele Widersprüche sind ungeklärt.
Domino-FR: Im Zusammenhang mit „9⁄11“ wird im Internet ja so gut wie alles behauptet – abgesehen davon vielleicht, dass Außerirdische dahinter stecken. Da geht es um Sprengungen verschiedener Art, eine Verschwörung der beteiligten Fernsehanstalten, Marschflugkörper anstelle von Flugzeugen und vieles mehr…
Hauß: Ja, da wird leider auch viel Unfug verbreitet. Das lenkt von den wirklich brennenden Fragen ab.
Domino-FR: Sie denken nicht, dass die WTC-Türme das Gebäude 7 des WTC gezielt gesprengt wurden und nicht von alleine eingestürzt sind?
Hauß: Ich denke, es gibt gute physikalische Erklärungen für den Einsturz der Gebäude auch ohne Sprengungen. Und in jedem Fall führen solche Theorien immer weiter in immer wildere Spekulationen hinein. Das führt zu nichts. Wir müssen uns auf jene Fragen konzentrieren, wo wir den Verantwortlichen bildlich gesprochen direkt die Pistole auf die Brust setzen können. Beispiel Luftabwehr: Ihr hattet alle Mittel um einzuschreiten, ihr hattet auch die Gelegenheit einzuschreiten, ihr hattet sogar Vorschriften, die ein Einschreiten im Grunde unvermeidbar gemacht haben, aber ihr seid nicht eingeschritten. Erklärt uns endlich, weshalb nicht! Dort, wo wir so argumentieren können, müssen wir nachbohren.
Domino-FR: Sie haben vergangenes Jahr bei der Staatsanwaltschaft Offenburg Anzeige erstattet wegen des gewaltsamen Todes von Heinrich Kimmig, Klaus Bothe und Wolfgang Menzel, Inhaber beziehunsgweise Mitarbeiter der Firma BCT in Willstätt am 11. September in den Trümmern des WTC in New York – gegen verschiedende Mitarbeiter der US-Flugsicherung, des US-Militärs und auch gegen Rumsfeld und Bush. Allerdings ohne Erfolg…
Hauß: Die Generalbundesanwaltschaft, wohin die Sache weitergeleitet wurde, hat es abgelehnt, auf meine Anzeige hin Ermittlungen aufzunehmen, obwohl ich auf das völlig ungeklärte Versagen der US-Luftabwehr hingewiesen habe. Begründung: Bei den Hamburger Verfahren gegen Motassadeq und Mzoudi seien die Hintergründe und Umstände von „9⁄11“ bereits umfassend ermittelt und geprüft worden. Das aber ist falsch. Hintergründe und Umstände waren in Hamburg gerade nicht Gegenstand der Ermittlungen und der Verfahren. Es wurde nicht die Haupttat, also „9⁄11“ im engeren Sinne, sondern nur die mögliche Beteiligung der Angeklagten daran ermittelt und gerichtlich beurteilt. Der Vorgang zeigt, welch begrenzten Bewegungsspielraum der Generalbundesanwalt, der in Deutschland ja dem Justitzministerium und somit der Regierung untersteht, in Wahrheit hat. Und wo kein Kläger, da leider auch kein Richter…
Die neuen Erkenntnisse über den Buback-Mord [Siegfried Buback war von 1974 bis zu seiner Ermoderung am 7. April 1977 in Karlsruhe Generalbundesanwalt; Anm. ⅾ. Red.] und Verena Becker zeigen ja zudem, dass unsere Geheimdienste offenbar durchaus bereit sind, Beteiligte an solchen Verbrechen zu schützen. Kann dieses Wissen ohne Wirkung auf das Verhalten der heute amtierenden Generalbundesanwältin Monika Harms bleiben? Man kann übrigens Michael Buback nur Respekt zollen dafür, wie er seit Jahrzehnten für die Aufklärung des Mords an seinem Vater kämpft. Was jetzt über Verena Becker herauskommt, lässt seine Anstrengungen umso wertvoller erscheinen.
Domino-FR: Michael Buback hat dafür aber auch lange bohren müssen…
Hauß: Ich werde auch lange bohren, darauf können Sie sich verlassen!
Domino-FR: Wenn jemand nun wie Sie zu der Überzeugung gelangt, dass die offizielle „9⁄11″-Geschichte nicht stimmen kann, was sollte der- oder diejenige konkret unternehmen?
Hauß: Jetzt vor der Bundestagswahl bietet es sich an, allen Politikern und Kandidaten die Frage zu stellen, ob den von Afghanistan im Moment tatsächlich eine solche akute und erhebliche Angriffsgefahr ausgeht, dass wir dort Soldaten haben und Krieg führen müssen. In unserem Grundgesetz steht ja klar, dass von deutschem Boden nie mehr Krieg mehr ausgehen darf. Denn nochmal: Der Einmarsch in Afghanistans und die Kriegsanlasslüge „9⁄11“ sind aufs Engste miteinander verbunden.
Domino-FR: Vielen Dank für dieses Gespräch.
Genau heute vor acht Jahren ereigneten sich die Anschläge von New York und Washington in den USA, bei denen mindestens 3.015 Menschen ihr Leben verloren. Die Anschläge ebneten den Weg für die Kriege în Afghanistan (begonnen im Spätjahr 2001 mit schätzungsweise 50.000 Toten) und im Irak (begonnen im Jahr 2003 mit schätzungsweise rund 100.000 Toten und Kosten von mindestens 80 Milliarden US-Dollar) – sowie für die sich anschließenden Besatzungsregime in beiden Ländern.
Übrigens: Wie auf diesen Seiten schon mehrfach berichtet, waren laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Zogby schon 2004 die Hälfte aller Einwohner von New York der Ansicht, dass die US-Regierung zumindest vorab davon wusste, was am 11. September geschehen würde.

hallo sehr geehrter Herr Hauß
ich verfolge schon seit längerem mit grossen interesse die geschehnisse vom 11.09 und habe mich oft gefragt warum niemand was dagegen unternehmen kann!!! ich schaute fahrenheit 911, loose change und natürlich auch ihre berichte. bin der meinung das unsere bundesregierung auch sehr viel darüber weiss! warum wurde die frau von mohammed atta nicht befragt? die eigentlich in hamburg lebe? all diese dinge um den 11.09 machen mir sehr grosse sorgen wie die zukunft aus sehen könne!! dürfen wir kein vertrauen in regierungen mehr haben??